· 

#MeandMyDepression

Me and my Depression

Me and my Depression

 

Achtung heikles Thema!

Warte mal?

Das hier ist doch ein ganz normales Thema, es sollte in unserer Zeit normal sein auch über die Dunkle Seite reden zu können, schließlich ist niemand immer Glücklich. Wir alle haben unsere Macken, wir alles unsere Problme, und manche haben eben die Diagnose bekommen und haben angefangen dagegen zu kämpfen.

 

Depressionen heißt nicht „Ich suche nach Aufmerksamkeit“ oder „Ich heule rum“

Depression ist eine Krankheit, die genauso ernst genommen werden sollte wie jede andere, also beginne ich.

Das ist meine Geschichte.

 

Mir war lange klar, dass es irgendwie seltsam war wie ich mich fühlte, mir ging es nicht gut, gar nicht gut, aber ich wollte nicht reden. Ich hatte zu sehr Angst davor und wusste nicht wie und was ich sagen sollte. Ich habe also alles für mich behalten, gedacht die Zusammenbrüche in dem Maß hätte jeder mal und es versucht zu verstecken, weil ich wusste wie oft Leute dafür verurteilt werden.

Ich lernte einen ganz tollen Menschen kennen, sie war die erste, der ich mich öffnete und diejenige die mich dazu ermutigte meinem Vater einen Brief zu schreiben in dem ich ihm alles erzählte. Der Brief war 10 Seiten lang und es war das erste mal, dass ich meine Gefühle in der Form aufgeschrieben habe, ich ging runter mit dem Ziel ihn meinem Vater zu geben, doch musste feststellen das es wirklich schwerer als gedacht war. Ich saß dort unten und habe ihm eine halbe stunde oder länger beim aufräumen zugeguckt bis ich mich überwinden konnte.

Ich weiß wie schwer es ist, wie viel einem durch dem Kopf geht. Dieser Moment hat nämlich alles geändert und hat mich eine Menge Überwindung gekostet, aber ich habe es geschafft und bin heute stolz auf mich, denn ich muss ehrlich sagen, ich weiß nicht ob ich ohne diesen Schritt heute noch leben würde.

 

Mittlerweile wissen meine Eltern das ich mich geritzt (nicht doll, weil ich es jedes mal bereut habe) und selbst geschlagen habe, wenn ich zusammenbrach.

Etwas später als ich zwei Freundinnen auf einem Schlag verlor fing ich wieder an mich selbst zu verletzten und kratzte mich am linken Oberarm blutig. Die Narben sind deutlich zu sehen und ich bin nicht stolz dauf, kann euch aber sagen das ich mittlerweile seit ca 3-4 Monaten Clean bin.

Vor ein paar Monaten fand sich eine Psychologin.

Niemand konnte mir wirklich sagen was mit mir los war und viele schoben es auf die Pubertät, aber innerlich wusste ich das da noch etwas war, dass sowas in dem Ausmaß nicht alle Teenager in der Pubertät durchmachen. Also wollte ich ganz dringend eine Diagnose, ich wollte einfach Gewissheit haben.

 

Diagnose: Mittelmäßige bis schwere Depression.

 

Puh ich weiß.

Aber ich muss ehrlich sagen; in diesem Moment habe ich keine Angst gespürt. Ich habe mich gefühlt als wäre ich nun bereit, um etwas dagegen zu tun. Mit der Diagnose folgten noch einige Anmerkungen zu Ängsten usw. gegen die wir versuchen anzugehen, was schule, Sozialfeld usw. betrifft.

 

(Zur Diagnose kommt noch ein seperater Post)

 

Nun bin ich in Therapie.

Einer der größten Gründe:

 

Suizid Gedanken.

Es wurde zu viel und so wurde mir klar ich muss weiter kämpfen, weil tief in mir wusste ich „du willst es schaffen, du hast noch nicht ganz aufgegeben“ Ich hab nur noch geschrieben. Bin wirklich durchgedreht sodass sich alle um mich und meine Gesundheit sorgten, nur mir war es plötzlich egal was mit mir geschieht, ich wollte nicht mehr da sein. Also war es mehr als nötig Hilfe zu suchen.

 

So begann mein Kampf erst richtig, auch wenn ich in Therapie bin, muss ich sagen, dass mir am meisten mein Enger Kreis hilft, heißt Sarah, meine Mom usw.

Ich kämpfe gegen drohende Rückfälle an, dagegen das ich explodiere und mir etwas antue und andere damit verletzte. Ich kämpfe, nicht alleine, aber bin trotzdem alleine auf dem Schlachtfeld, denn am ende bin ich diejenige, die hier kämpfen wollen muss, ich tue es tag für tag.

 

Es gibt auch Tage an denen ich mal keine Motivation habe. Oder Tage an denen ich mich nicht danach fühle darüber zu reden und lieber schweige, aber das heißt nicht das ich nachgebe, ich lasse meine Schatten nicht gewinnen. Höre Musik, schreibe und lese, versuche nicht alleine zu sein und erinnere mich an zwei bestimmte Sätze:

 

Das Semikolon ;

Der Autor hätte die Geschichte beenden können, doch er entschied sich dazu weiter zu schreiben.

 

Oder mein typischer Satz (Ihr kennt ihn alle)

Like a Phoenix from the Ashes

 

Das war meine Gesch…

Oh ne, sagen wir lieber, das ist erst der Anfang meiner Geschichte!

 

Verbreitet mehr Realität, traut euch darüber zu reden und macht mit dem Hashtag #Meandmydepression auf euch aufmerksam, so können wir uns gegenseitig sehen und ich sehe wer sich mir anschließt und sich traut die dunklen Seiten zu zeigen. Sei es nur ein Einblick oder der Satz „Ich habe Depressionen und schäme mich dafür nicht“ zeigt der Welt das es heutzutage in ordnung ist nicht immer „okay“ zu sein!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0